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Heimatstuben

Im Dachgeschoss des Rathauses schufen ehemalige Vertriebene mit viel Fleiß und bescheidenen Mitteln Räume, die, ausgestattet mit exemplarischen Zeugnissen aus Kultur und Geschichte, die Erinnerung an die verlorene Heimat wach halten sollen. Inhaltlich widmen sie sich den Partnergemeinden und Partnerschaften von Kunewald, Elek, Almaskamaras, Nadap, Deutsch Stamora und Keglewichhausen.

Desweiteren grenzt das belarussische Museum mit dem Vermächtnis von Juri Popko an die Heimatstuben an.

 

Kunewald

(Tschechien)

Seit 1977 besteht eine Partnerschaft zwischen Leimen und Kunewald. Die Kunewälder Heimatsstuben, die sich im Dachgeschoss des ehemaligen Rathauses, in St. Ilgen, Weberstraße 4. befinden, wurden im September 1983 der Bevölkerung zugänglich gemacht. Eine umfangreiche und mit viel Liebe und Fleiß zusammengetragene Sammlung von Gebrauchsgegenständen und Kulturgütern, die aus der verlorenen Heimat stammen, ist heute als Dauerausstellung zu bestaunen. Eine ganz besondere Kostbarkeit ist die Saatenreiterfahne von 1921 und die Patenschaftsfahne Leimen - Kunewald von 1987. Erst nach und nach ist der heutige Bestand der Sammlung angewachsen und das erlaubte Fluchtgepäck 1946 war nur dem Lebensnotwendigen vorbehalten. Erst in den sechziger Jahren, als es den Heimatvertriebenen wieder möglich war ihre Heimat zu besuchen, wurden unter oft abenteuerlichen Umständen weitere erinnerungswürdige Stücke mitgebracht und der Sammlung hinzugefügt.

 

Elek, Almaskamaras, Nadap

(Ungarn)

An die Kunewälder Heimatstube sind die Ungarndeutschen Heimatstuben angegliedert. Das Sammlungsgebiet bezieht sich auf die Gemeinden Almáskamarás, Elek und Nadap mit Trachten, Handarbeiten, einem ungarischen Hirtenmantel, Keramik, Porzellan, Kleinmodellen, Fuhrwerken und verschiedenen Gerätschaften.

 

Deutsch Stamora/Banat

(Rumänien)

Am 6. Juni 1987 übernahm die Stadt Leimen die Patenschaft für die Banater Gemeinde Deutsch-Stamora. Mit der Übernahme dieser Patenschaft war der Grundgedanke verbunden, denn durch die Wirren des letzten Weltkrieges in aller Herren Länder verschlagenen Menschen einen festen Ort zu geben, an dem sie sich treffen und die Sitten und Gebräuche ihrer Heimat pflegen können. Mittlerweile wohnen in der Stadt Leimen und Umgebung zahlreiche Banater Schwaben, und dank unserer aufgeschlossenen Bürgerinnen und Bürger haben diese Menschen hier eine neue Heimat gefunden. Zahlreiche Patenschaftsveranstaltungen und Heimattreffen der Deutsch-Stamoraer in Leimen sind Zeichen für die gewachsene Verbundenheit mit Leimen und seiner Bürgerschaft.

 

Keglewichhausen /Banat

(Rumänien)

Im Juni 1987 übernahm die Stadt Leimen die Patenschaft für Keglewichhausen (zum Zeitungsartikel RaRu 10.6.1983). Durch die Übernahme dieser Patenschaft sei auch Gewissheit darüber vorhanden, dass Keglewichausen noch bestehen bleibe, auch wenn dort nur noch in geringer Anteil Deutscher leben. Anschließend fanden alle zwei Jahre die HOG Treffen der Keglewichhausen in der Patenstadt Leimen statt.

 

Belarussiches Museum/ Iuri Popko

(Weißrussland/Belarus)

Iuri Popko (7. Oktober 1912 - 29. April 1990 in Leimen) setzte sich sein Leben lang für die politischen Beziehungen der Weißrussen im Exil ein.

Er gründete das Institut belorusovedy , dass die Forschung über die Geschichte von Belarus fördern sollte. Popko hinterließ der Stadt Leimen zwei Wohnungen aus deren Erlös sein Grab und sein Andenken (Heimatstuben) weiterhin gepflegt werden.